A 99 Autobahnring München

8-streifiger Ausbau der A99 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning



Aktuelles: Mitte November 2018 wurde der Verkehr in die Bauphase 3 umgelegt. Bis Ende 2019 wird der Restabschnitt zwischen Aschheim/Ismaning und der Isarbrücke in Fahrtrichtung Lindau 4-streifig ausgebaut. Dabei müssen auch 3 weitere Brücken abgerissen und neu gebaut werden. Außerdem wird die Isarbrücke grundhaft saniert.




Lage und Verkehrsbedeutung


Der Autobahnring München A99, ist aufgrund seiner Lage und seiner Funktion als Verbindung aller auf die Landeshauptstadt orientierten Autobahnen das zentrale Element im Netz der Bundesautobahnen in Bayern. Er nimmt die Verkehrsströme aus den Richtungen Lindau (A 96), Stuttgart (A 8 West), Deggendorf / Flughafen (A 92), Nürnberg (A 9), Passau (A 94) und Salzburg (A 8 Ost) auf und leitet sie am Stadtgebiet von München vorbei. Er ist deshalb von hoher Bedeutung für den in- und ausländischen Wirtschafts- und Fernreiseverkehr.
Gleichzeitig stellt der Autobahnring eine großräumige Umfahrung Münchens dar, die das nachgeordnete Straßennetz erheblich entlastet.

Seit der Verkehrsfreigabe der A 99 zwischen dem AK München-Nord und dem AK München-Süd im Jahre 1975 ist das durchschnittliche Verkehrsaufkommen von ca. 30.000 Kfz/Tag auf ca. 120.000 Kfz/Tag angestiegen. An Werktagen werden im Durchschnitt 140.000 Kfz/Tag und in Ferienreisezeiten sogar Spitzenbelastungen von über 160.000 Kfz/Tag gezählt. Zudem ist in den letzten Jahren ein besonders starker Zuwachs des Güterverkehrs zu verzeichnen.

Trotz der Seitenstreifenfreigabe ist die bestehende Autobahn nicht mehr in der Lage, das Verkehrsaufkommen annehmbar zu bewältigen. Durch die temporäre Freigabe des Seitenstreifens als Fahrstreifen konnte die Situation gegenüber dem ursprünglichen Zustand zwar erheblich verbessert werden, jedoch treten bei den geringsten Störungen dennoch weitreichende Stauungen auf. Dies ist regelmäßig im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr sowie in den Reisezeiten und an Ausflugswochenenden der Fall.
Angesichts der sich bereits abzeichnenden und vom Verkehrsgutachter prognostizierten weiteren Steigerung des Verkehrsaufkommens ist ein Ausbau der A 99 zwischen dem AK München-Nord und der AS Haar dringend erforderlich.


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Baumaßnahme

Aufgrund des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens soll der Autobahnring München zwischen dem Autobahnkreuz (AK) München-Nord und der Anschlussstelle (AS) Aschheim/Ismaning 8-streifig ausgebaut werden. Die Bauarbeiten sind in mehrere Bauphasen aufgeteilt. Im Jahr 2016 wurden Vorabmaßnahmen durchgeführt, in den Jahren 2017, 2018 und 2019 die eigentlichen Straßen .und Brückenbauarbeiten
.
Mit der Fahrbahnverbreiterung, die nach innen in den überbreiten Mittelstreifen erfolgt werden auch alle Brücken erneuert oder saniert.

Die Baumaßnahme gliedert sich in folgende Phasen:

Bauphase 0 mit Vorabmaßnahmen im Jahr 2016:
provisorische Fahrbahnverbreiterung im Mittelstreifen
Bau von Mittelstreifenüberfahrten
Bau einer Behelfsbrücke und der dazugehörigen Rampen für die Fahrbeziehung von Nürnberg nach Salzburg im AK München-Nord

Bauphase 1 mit Bau der Nordfahrbahn von der Isarbrücke bis zum Autobahnkreuz im Jahr 2017.
Bauphase 2 mit Bau der Südfahrbahn vom Autobahnkreuz bis Aschheim/Ismaning ab November 2017 bis Ende November 2018

Bauphase 3 mit Bau der Nordfahrbahn von Aschheim/Ismaning bis zur Isarbrücke im Jahr 2019






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Verkehrsführung während der Bauzeit

Der Verkehr wird während der Bauzeit auf einer Seite der Autobahn geführt. Dabei werden alle 6 vorhandenen Fahrspuren aufrecht erhalten. Eine Freigabe des Seitenstreifens ist während der Bauarbeiten nicht möglich.
Um den großen Umfang der erforderlichen Arbeiten und Brückenneubauten in möglichst kurzer Zeit bis Ende 2019 abzuschließen, wird auch im Winter durchgearbeitet. Zur Beschleunigung der Bauarbeiten wird auch nachts gearbeitet. Die Anwohner werden um Verständnis für den nächtlichen Baulärm gebeten.
Da nur 3 durchgehende Fahrspuren auf der A 99 zur Verfügung stehen muss wegen des kurzen Verflechtungsbereichs zwischen Einmündung der Rampe und der Mittelstreifenüberfahrt die Direktrampe Nürnberg-Salzburg am Ende der Rampe auf eine Fahrspur reduziert werden. Mit Fertigstellung des 4-streifigen Ausbaus Ende 2019 wird die Direktrampe wieder 2-spurig befahrbar sein.

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Lärmschutz

Der Lärmschutz für die Anwohner wird durch den Ausbau spürbar verbessert. So wird ein lärmarmer Asphalt (OPA) eingebaut, der eine Lärmminderung von über 5 dB(A) hat. Darüber hinaus werden auch Lärmschutzwände bis zu einer Höhe von 8 Metern errichtet.