A 99 Autobahnring München

8-streifiger Ausbau der A99 zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning



Aktuelles: Die Baustelle wurde pünktlich Ende November 2019 abgeschlossen. Die Freigabe des Seitenstreifens wird nach Abschluss der technischen Freigaben und der notwendigen Testläufe ab Mitte 2020 erfolgen.




Lage und Verkehrsbedeutung


Der Autobahnring München A99, ist aufgrund seiner Lage und seiner Funktion als Verbindung aller auf die Landeshauptstadt orientierten Autobahnen das zentrale Element im Netz der Bundesautobahnen in Bayern. Er nimmt die Verkehrsströme aus den Richtungen Lindau (A 96), Stuttgart (A 8 West), Deggendorf / Flughafen (A 92), Nürnberg (A 9), Passau (A 94) und Salzburg (A 8 Ost) auf und leitet sie am Stadtgebiet von München vorbei. Er ist deshalb von hoher Bedeutung für den in- und ausländischen Wirtschafts- und Fernreiseverkehr.
Gleichzeitig stellt der Autobahnring eine großräumige Umfahrung Münchens dar, die das nachgeordnete Straßennetz erheblich entlastet.

Seit der Verkehrsfreigabe der A 99 zwischen dem AK München-Nord und dem AK München-Süd im Jahre 1975 ist das durchschnittliche Verkehrsaufkommen von ca. 30.000 Kfz/Tag auf ca. 120.000 Kfz/Tag angestiegen. An Werktagen werden im Durchschnitt 140.000 Kfz/Tag und in Ferienreisezeiten sogar Spitzenbelastungen von über 160.000 Kfz/Tag gezählt. Zudem ist in den letzten Jahren ein besonders starker Zuwachs des Güterverkehrs zu verzeichnen.

Trotz der Seitenstreifenfreigabe ist die bestehende Autobahn nicht mehr in der Lage, das Verkehrsaufkommen annehmbar zu bewältigen. Durch die temporäre Freigabe des Seitenstreifens als Fahrstreifen konnte die Situation gegenüber dem ursprünglichen Zustand zwar erheblich verbessert werden, jedoch treten bei den geringsten Störungen dennoch weitreichende Stauungen auf. Dies ist regelmäßig im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr sowie in den Reisezeiten und an Ausflugswochenenden der Fall.
Angesichts der sich bereits abzeichnenden und vom Verkehrsgutachter prognostizierten weiteren Steigerung des Verkehrsaufkommens ist ein Ausbau der A 99 zwischen dem AK München-Nord und der AS Haar dringend erforderlich.


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Baumaßnahme

Aufgrund des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens wurde der Autobahnring München zwischen dem Autobahnkreuz (AK) München-Nord und der Anschlussstelle (AS) Aschheim/Ismaning 8-streifig ausgebaut. Die Bauarbeiten wurden in mehrere Bauphasen aufgeteilt. Im Jahr 2016 wurden Vorabmaßnahmen durchgeführt, in den Jahren 2017, 2018 und 2019 die eigentlichen Straßen und Brückenbauarbeiten.

Mit der Fahrbahnverbreiterung, die nach Innen in den überbreiten Mittelstreifen erfolgt wurden auch alle Brücken erneuert oder saniert.

Die Baumaßnahme gliederte sich in folgende Phasen:

Bauphase 0 mit Vorabmaßnahmen im Jahr 2016:
provisorische Fahrbahnverbreiterung im Mittelstreifen
Bau von Mittelstreifenüberfahrten
Bau einer Behelfsbrücke und der dazugehörigen Rampen für die Fahrbeziehung von Nürnberg nach Salzburg im AK München-Nord

Bauphase 1 mit Bau der Nordfahrbahn von der Isarbrücke bis zum Autobahnkreuz im Jahr 2017.
Bauphase 2 mit Bau der Südfahrbahn vom Autobahnkreuz bis Aschheim/Ismaning ab November 2017 bis Ende November 2018

Bauphase 3 mit Bau der Nordfahrbahn von Aschheim/Ismaning bis zur Isarbrücke bis Ende November 2019






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Verkehrsführung während der Bauzeit

Der Verkehr wurde während der Bauzeit auf einer Seite der Autobahn geführt. Dabei wurden alle 6 vorhandenen Fahrspuren aufrecht erhalten.
Da nur 3 durchgehende Fahrspuren auf der A 99 zur Verfügung stehen musste wegen des kurzen Verflechtungsbereichs zwischen Einmündung der Rampe und der Mittelstreifenüberfahrt vor der Isarbrücke die Direktrampe Nürnberg-Salzburg am Ende der Rampe auf eine Fahrspur reduziert werden.
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Lärmschutz

Der Lärmschutz für die Anwohner wurde durch den Ausbau spürbar verbessert. So wurde ein lärmarmer Asphalt (OPA) eingebaut, der eine Lärmminderung von über 5 dB(A) hat. Darüber hinaus wurden auch Lärmschutzwände bis zu einer Höhe von 8 Metern errichtet.