A 99 Autobahnring München

8-streifiger Ausbau von Aschheim/Ismaning bis Kirchheim


Aktuelles

Bis Mitte 2021 werden umfangreiche vorbereitende Maßnahmen (Rodungsarbeiten, Kampfmittelsuche, Archäologie und Spartenverlegungen)durchgeführt.


Notwendigkeit der Baumaßnahme

Der Ostabschnitt der A 99, Autobahnring München wurde in den Jahren 1971 bis 1975 mit 6 Fahrstreifen und einem überbreiten Mittelstreifen für einen späteren 8-streifigen Ausbau konzipiert. Der Verkehr hat zwischenzeitlich so weit zugenommen, dass die Kapazität der A 99 nicht mehr ausreicht. Regelmäßige Stauungen und Verdrängungsverkehr in das umliegende Netz und in das Stadtgebiet von München sind die Folge. Um die verkehrliche Situation zu verbessern wird mit dem Ausbau von 6 auf zukünftig 8 Fahrstreifen die Kapazität des Autobahnrings erweitert. Zusätzlich wird ein System für temporäre Freigabe des Seitenstreifens errichtet, so dass zukünftig in den Hauptverkehrs- und Reisezeiten 10 Fahrstreifen - 5 in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.
Der Ausbau erfolgt abschnittsweise. Bis Ende 2019 wurde der erste Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning ausgebaut. Im zweiten Abschnitt erfolgt bis Ende 2023 der knapp 3 Kilometer lange Abschnitt zwischen Aschheim/Ismaning und Kirchheim. Die Planungen für den anschließenden Abschnitt zwischen Kirchheim und Haar - einschließlich des Autobahnkreuzes München-Ost laufen auf Hochtouren.

Mit dem Ausbau des Autobahnrings wird auch der Lärmschutz für die Anwohner erheblich verbessert. Eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation wird durch den Einbau eines Offenporigen Asphalts (OPA) erreicht, der alleine eine Reduktion des Lärms um 5dB(A) erzielt. Darüber hinaus werden auch Lärmschutzanlagen mit einer Höhe von bis zu 12 Metern (Lärmschutzwallwandkombinationen) errichtet.


Lage

Der Autobahnring A 99 verbindet die auf München zulaufenden Autobahnen A 96, A 8-West, A 92, A 9, A94 und A 8-Ost und ist gleichzeitig zentraler Bestandteil der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Bayerns. Der Autobahnring entlastet darüber hinaus den Stadtbereich von München von Durchgangsverkehr und ist - vor allem in der Reisezeit - mit bis zu rund 150.000 Fahrzeugen an einem Tag sehr stark belastet.


Vorbereitende Arbeiten

Bis Mitte 2021 müssen folgende Arbeiten ausgeführt werden, um das Baufeld für die anschließenden Bauarbeiten vorzubereiten:

  • Rodungsarbeiten
  • Kampfmittelsondierung und Kampfmittelbeseitigung
  • Archäologie
  • Spartenverlegungen

Vorabmaßnahmen

Voraussichtlich zwischen Mitte 2021 und Ende 2021 finden umfangreiche Vorabmaßnahmen statt, um Autobahn für die anschließende Hauptbauphasen vorzubereiten und provisorisch zu verbreitern. Konkret werden folgenden Arbeiten ausgeführt:

  • In Fahrtrichtung Nürnberg: Provisorische Verbreiterung der Fahrbahn nach Innen, um anschließend alle sechs Fahrspuren in einer Baustellenverkehrsführung aufnehmen zu können.
  • Anlage von Rettungszufahrten
  • Bau von Baustraßen
  • Bau von Behelfsbrücken ab Ende 2021 (Bau einer Behelfsbrücke für die Staatsstraße 2082 an der Anschlussstelle Kirchheim und Bau einer Behelfsbrücke im Zuge der Erdinger Straße für Fußgänger und Radfahrer)

Hauptbauphase 1

Im Jahr 2022 wird die Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg ausgebaut. Der Verkehr rollt während der Bauarbeiten auf der vorab provisorisch verbreiterten Fahrbahn in Fahrtrichtung Nürnberg.


Hauptbauphase 2

Im Jahr 2023 wird die Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg ausgebaut. Der Verkehr rollt während der Bauarbeiten mit allen 6 Fahrspuren auf der bereits ausgebauten Fahrbahn in Fahrtrichtung Salzburg.



Daten und Informationen zum Ausbau