Historie

Die Autobahndirektion Südbayern wurde am 01.09.1933 als Oberste Bauleitung für die Kraftfahrbahn München - Landesgrenze (Salzburg) gegründet. 1935 wurde sie umbenannt in „Oberste Bauleitung der Reichsautobahnen“ München. Im November 1933 wurde mit dem Bau der 126 Kilometer langen Autobahn A8 nach Salzburg in München begonnen. In jedem Jahr wurden Teilabschnitte für den Verkehr freigegeben bis die Autobahn im Februar 1939 die Landesgrenze erreicht hatte. Schon im Dezember 1938 war die A8 von Ulm über Augsburg nach München (115 Kilometer) fertig gestellt worden, im Jahr 1940 wurde der Bau der 155 Kilometer langen A9 von Nürnberg bis München (Anschlussstelle Freimann) abgeschlossen.

A8 Augsburg - München um 1960 (bei Sulzemoos)
A8 Augsburg - München (bei Sulzemoos)

Für den Unterhaltungs- und Betriebsdienst wurden entlang der neuen Straßenzüge Autobahnmeistereien eingerichtet, die in erweiterter Form heute noch bestehen. 1942 wurde der Autobahnbau kriegsbedingt eingestellt. Nach Kriegsende mussten erstmal die Schäden repariert werden und gesprengte Großbrücken wieder aufgebaut werden. Ab 1954 wurden dann neue Autobahnteilstücke gebaut. Die A9 wurde bis München-Schwabing verlängert, die Inntalautobahn (A93) und die Autobahn vom Autobahndreieck Holledau nach Regensburg nahmen ihren Anfang. Die weiteren Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Autobahndirektion Südbayern, wie beispielsweise der Autobahnring (A99), die Garmischer (A95) und die Lindauer (A96) Autobahn wurden ab 1965 gebaut.

In den Jahren 1945 bis 1949 lautete die Bezeichnung „Verwaltung der Autobahnen in Bayern“, nach einem kurzen Intermezzo als „Straßenbauamt (Autobahnen) München“ hieß die heutige Autobahndirektion Südbayern ab 1950/51 Autobahnamt München, ab 1973 Autobahndirektion München, bevor sie im Jahr 1978 ihren heutigen Namen bekam. Der Sitz der Autobahndirektion befindet sich seit Herbst 1945 in der Seidlstraße 9 - 11 in einem 1902 von Emanuel Seidl als Wohnhaus erbauten Gebäude.