Temporäre Seitenstreifenfreigabe

Bundesautobahn A 9 Nürnberg - München
Seitenstreifenfreigabe zwischen dem Autobahndreieck Holledau und dem Autobahnkreuz Neufahrn
Hauptabschnitt 2 zwischen dem Autobahndreieck Holledau und Allershausen



Aktuelles:
Die erste Bauphase wurde planmäßig bis Ende Juni abgeschlossen. Aktuell werden in der Bauphase zwei der Seitenstreifen und der LKW-Streifen zusammen mit den Brücken erneuert.



Aktuelle Verkehrslage im Bereich der Baustelle (Kartenausschnitt aus Bayerninfo)



A 9 Allershausen Blickrichtung Süden


Aktuelles Bild der Autobahn A 9 vor der Anschlussstelle Allershausen mit Blickrichtung München (Weitere Bilder vom Baustellenbereich)



Inhaltsübersicht

Aktuelles Baugeschehen:

Die erste Bauphase wurde planmäßig bis Ende Juni abgeschlossen. Aktuell werden in der Bauphase zwei der Seitenstreifen und der LKW-Streifen zusammen mit den Brücken erneuert.

An der Anschlussstelle Pfaffenhofen wurde eine provisorische neue Anschlussstelle gebaut, auf die der Verkehr während der Bauzeit umgelegt wurde.

Die Bauphase 2 wird bis Ende Oktober abgeschlossen. Der Umfang der Arbeiten ist in der Bauphase 2 um einiges umfangreicher als in Bauphase 1, so dass die Zeit der Bauphase 2 etwa 4 Wochen länger dauert. Zusätzlich zu der Fahrbahnerneuerung müssen in Bauphase 2 auch die Anschlussstellen umgebaut, Nothaltebuchten errichtet sowie Lärmschutzwände und Entwässerungseinrichtungen erneuert werden.



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Beschreibung der Maßnahme


Die Autobahn A9 ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Bayern mit einem Verkehrsaufkommen von rund 100.000 Fahrzeugen am Tag. Die Autobahn ist wegen der hohen Verkehrsbelastung regelmäßig überlastet. Häufige Stauungen sind die Folge. Diese lassen sich nur durch die Erweiterung der Autobahn um einen weiteren Fahrstreifen auf 4 Fahrstreifen je Richtung vermeiden.
Da eine Realisierung eines 8-streifigen Ausbaus zwischen Autobahndreieck Holledau und Autobahnkreuz Neufahrn derzeit nicht absehbar ist, soll als schnelle Zwischenlösung eine temporäre Seitenstreifenfreigabe aufgebaut werden. Da der Seitenstreifen nicht für eine dauerhafte Verkehrsbelastung ausgelegt wurde, muss dieser daher verstärkt werden. Zudem müssen alle Ein- und Ausfahrten angepasst und Nothaltebuchten angelegt werden. Diese umfangreichen Arbeiten werden genutzt, um die gesamte schadhafte A9 in diesem Bereich grundhaft zu erneuern.


Übersichtskarte Seitenstreifenfreigabe



Wegen des Umfangs der Arbeiten wurden die Arbeiten in 2 Hauptabschnitte aufgeteilt. Der erste Hauptabschnitt vom Autobahnkreuz Neufahrn bis Allershausen ist bereits im Jahr 2012 fertig gestellt worden.

Im Jahr 2016 werden die Arbeiten zur Seitenstreifenfreigabe in Fahrtrichtung München vom Autobahndreieck Holledau bis Allershausen durchgeführt. Die Arbeiten teilen sich wegen der beengten Platzverhältnisse in zwei Bauphasen.

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Bauphasen und Verkehrsführung

Vorarbeiten
Im Vorfeld wurden bereits umfangreiche Vorarbeiten am Rande und außerhalb der Autobahn durchgeführt, damit die Gesamtbaumaßnahme in möglichst kurzer Zeit durchgeführt werden kann. So wurde bereits eine provisorische Ausfahrt der Anschlussstelle Pfaffenhofen gebaut. Im Februar erfolgt der Bau einer provisorischen Einfahrt der Anschlussstelle Pfaffenhofen.

Bauphase 1

In der ersten Bauphase finden die Arbeiten in Fahrtrichtung München auf der linken Fahrbahnhälfte als Inselbaustelle statt. Ab 6. April bis Juli werden 2 Fahrspuren in Fahrtrichtung München nach außen verlegt und die linke Fahrspur als Einzelfahrspur im Gegenverkehr auf der Gegenfahrbahn geführt.

Verkehrsführungsplan am Bauanfang bei Allershausen





Geschwindigkeitsbegrenzung in Fahrtrichtung München; auf allen 3 Fahrstreifen gilt aus Sicherheitsgründen Tempo 60




Geschwindigkeitsbegrenzung in Fahrtrichtung München; auf allen 3 Fahrstreifen gilt aus Sicherheitsgründen Tempo 60

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Bauphase 2

Die Bauphase 2 beginnt voraussichtlich im Juli und endete im Oktober mit der Fertigstellung der Baumaßnahme. Das Baufeld liegt auf der rechten Fahrbahnhälfte in Fahrtrichtung München. Zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung München werden an den linken Fahrbahnrand verschwenkt. Der Einzelfahrstreifen verbleibt wie in der Bauphase 1 im Gegenverkehr auf der Gegenfahrbahn.




Die gesamte Anlieferung und Abfahrt von Baumaterial erfolgt über den Einzelfahrstreifen. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgen über ausgeschilderte und gekennzeichnete Tore direkt von der Autobahn aus. Wegen der beengten Platzverhältnisse stehen für die Baufahrzeuge keine Verzögerungs- und Beschleunigungsspuren zur Verfügung. Auf ein- und ausfahrende Baustellenfahrzeuge muss daher besonders geachtet werden. Aus Sicherheitsgründen wird deshalb die Geschwindigkeit in Fahrtrichtung München auf allen drei Fahrspuren auf Tempo 60 beschränkt. Die gesamte Baustelle ist mit einer umfangreichen Telematikanlage ausgerüstet, die auf die jeweiligen Verkehrssituationen reagiert und damit das Befahren der Baustelle sicherer und flüssiger macht.



Geschwindigkeitsbegrenzung in Fahrtrichtung München; auf allen 3 Fahrstreifen gilt aus Sicherheitsgründen Tempo 60




Geschwindigkeitsbegrenzung in Fahrtrichtung München; auf allen 3 Fahrstreifen gilt aus Sicherheitsgründen Tempo 60

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Anschlussstelle Pfaffenhofen

An der Anschlussstelle Pfaffenhofen wurden provisorische Ein- und Ausfahrten gebaut, damit die Ausfahrt auch während der Baumaßnahme weitgehend genutzt werden kann.

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Wichtige Daten und Fakten zur Baustelle

Konkrete Arbeiten:

  • Verstärkung der Seitenstreifen

  • grundhafte Erneuerung des gesamten Oberbaus

  • Einbau eines lärmmindernden Belages (DSHV)

  • Bau von 16 Nothaltebuchten

  • Bau von nach außen verlegten Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen für:

    • PWC-Anlage Paunzhauser Feld

    • Anschlussstelle Pfaffenhofen auf der Richtungsfahrbahn München

    • Tank- und Rastanlage Holledau

    • Autobahndreieck Holledau

  • grundhafte Sanierung von 10 Unterführungen

  • Sanierung von 10 Durchlässen und Entwässerungseinrichtungen (teilweise mit Verlängerung der Durchlässe für Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen)

  • Instandsetzungsarbeiten an 4 Überführungsbauwerken

  • Erneuerung der Schutzplanken

  • Arbeiten zu Verkehrsführung, Verkehrssicherung und Markierung

  • Aufbau einer Verkehrsbeeinflussungsanlage mit Schilderbrücken und Steuerungstechnik

  • Mengenangaben:

    • Asphaltoberbau 220.000 t

    • Betonschutzwand 17.000 m


Zeitliche Abfolge:
  • zu Beginn: Aufbau der Verkehrssicherung ab 4. April

  • Ende der Baumaßnahme im Oktober

  • Inbetriebnahme der Seitenstreifenfreigabe vom AD Holledau bis Allershausen bis Ende 2016


Verkehrsführung in der Baustelle
  • Während der gesamten Baumaßnahme stehen jeweils drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung (keine Einschränkung gegenüber der bisherigen Fahrstreifenanzahl)

  • zwei Bauphasen:

    • Bauphase 1: Baufeld in der Mitte; Verkehrsführung 4 + 2, d.h. ein Fahrstreifen wird auf die Gegenfahrbahn geleitet. Über diesen Fahrstreifen wird die Baustelle beliefert.

    • Bauphase 2: Baufeld am Rand; Verkehrsführung 4 +2, d.h. ein Fahrstreifen wird auf die Gegenfahrbahn geleitet. Belieferung der Baustelle über LKW-Fahrstreifen



Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsführung; Umsetzung der Erkenntnisse aus der vorhergehenden Baumaßnahmen:
  • An der Baustelle wird rund um die Uhr gearbeitet, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten.

  • Alle sechs Fahrstreifen werden aufrecht erhalten

  • Abgestimmtes Zufahrts- und Bergekonzept für Polizei und Rettungskräfte, um Unfall- und Pannenfahrzeuge schnell zu erreichen und zu entfernen.


Kosten der Maßnahmen
Kosten für den aktuellen Bauabschnitt Straßenbau: rd. 60 Millionen €



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