Autobahn A 99, Autobahnring München

Verlegung der Anschlussstelle Aschheim / Ismaning


Die Verlegung der Anschlussstelle ist abgeschlossen.


Aktuelles


Die Verlegung der Anschlussstelle ist verkehrlich abgeschlossen.



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Lage der Anschlussstelle im Autobahnnetz


Der Autobahnring A 99 wurde im Ostabschnitt Anfang der 70-er Jahre schrittweise fertig gestellt. Der Autobahnring verbindet die auf München zuführenden Autobahnen A 8 nach Stuttgart, A 9 nach Berlin und A 94 nach Passau und A 8 nach Salzburg. Neben der Verteilung der starken Pendlerströme im Großraum München ist er Teil der wichtigsten Nord-Südverbindung in Bayern.





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Verkehr

Die Verkehrsbelastung auf der A 99 beträgt im Bereich der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning im Durchschnitt 120.000 Fahrzeuge am Tag. Die Tagesspitzenwerte steigen auf über 160.000 Fahrzeuge am Tag an. In der Morgenspitze verlassen an der Anschlussstelle Aschheim/Ismaning im Durchschnitt etwa 1300 Fahrzeuge in der Stunde die Autobahn.




Aktuelle Verkehrslage im Bereich der Baustelle


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Gründe für Verlegung der Anschlussstelle

Besonders in der Morgenspitze kommt es regelmäßig zu Rückstauungen in die A 99, weil der aus der Autobahn ausfahrende Verkehr wegen der mangelnden Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte nicht abfließen kann. Aus diesem Grund darf aus Sicherheitsgründen in der Morgenspitze der Standstreifen in Fartrichtung Nürnberg nicht für den Verkehr frei gegeben werden. Dies mindert die Leistungsfähigkeit der A 99 erheblich und führt zu Stauungen auf der Autobahn wegen Überlastung. .
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Konzeption der neuen Anschlussstelle

Wegen der Überlastung der Anschlussstelle und der Einmündungen in die B 471 wurden in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aschheim und dem Landkreis München als Kreuzungsbeteiligtem verschiedene Varianten zur Verbesserung der Verkehrssituation untersucht. Im Ergebnis stellte sich eine komplette Verlegung der Anschlussstelle an die Kreisstraße M 3 als beste Lösung heraus, da ein großer Anteil des Verkehrs über die M 3 zum Föhrunger Ring in München fährt. Es wird daher die neue Anschlussstelle als Vollkleeblatt an der Kreuzung mit der M 3 gebaut. Die Einmündung der M 3 in die B 471 wird zu einem Kreisverkehr umgebaut. Der zukünftige Hauptverkehr von der M 3 zur B 471 nach Norden und umgekehrt wird mit einer Brücke ("Overfly") über den Kreisverkehr geführt.
Die Gesamtmaßnahme kostet knapp 48 Millionen Euro. Die Kosten werden auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen nach den jeweiligen Fahrbahnreiten der beteiligten Straßenäste aufgeteilt. Der Anteil des Landkreises München beträgt etwa 18% (15% für die Kreuzung M 3/A 99 und 33% für die Kreuzung M 3/B 471). Der Landkreis München erhält für seinen Kreuzungsanteil eine Förderungen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG).
Die Kosten haben sich gegenüber den Kostenansätzen aus dem Jahr 2008 erheblich erhöht. Die wesentlichen Ursachen dafür sind neben der allgemeinen Preissteigerung von 15%, zusätzliche Aufwendungen für Grunderwerb, Altlasten, Bodenaustausch, Kampfmittelräumung, Verkehrsführungen und zwischenzeitlich verschärfte Vorschriften für Schutzeinrichtungen und Brückenbemessungen.

Ziel der Planung war eine Minimierung des Flächenverbrauchs. Daher wurde das Vollkleeblatt gedrungener angelegt. Die Folge davon ist aber die Notwendigkeit einer neuen Brücke auf der Kreisstraße M3, da die alte Brücke nicht die erforderliche Breite für den über die Brücke zu führenden Verflechtungsstreifen hat. Bei einer größeren Gestaltung des Kleeblattes hätte der Verflechtungsstreifen nicht über die Brücke geführt werden müssen.
Statt einer Trompete wurde aus Gründen der Flächenreduktion an der Einmündung M 3/ B 471 ein Kreisverkehr konzipiert. Zur Abwicklung der vorhandenen Verkehrsströme muss für den Hauptstrom M 3 zur B 417 nach Norden ein Over-Fly über den Kreisverkehr angelegt werden.
Als Folge dieser Maßnahmen konnte die Fläche für Neuversiegelung auf rund 4 ha reduziert werden. Darüberhinaus werden ökologische Ausgleichsflächen auf Flächen von rund 7 ha Größe angelegt.
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Bauablauf

Wegen der starken Verkehrsbelastung wurde der Bauablauf so gewählt, dass der Verkehr auf neu gebauten Provisorien an den Baustellen für das Kleebatt und den Kreisverkehr vorbeigeführt wird. Dazu muss eine neue Brücke für die Mühlenstraße über die Autobahn gebaut werden, über die später der Umleitungsverkehr geleitet werden kann. Anschießend werden die Dämme zur Anbindung der Brücke geschüttet. Nach der schrittweisen Umlegung des Verkehrs auf die Provisorien kann mit dem Bau der neuen Brücke für die Kreisstraße M 3 und den Kreisverkehrsplatz mit Brücken begonnen werden. Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Ende 2015 geplant.

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Verkehrsführung

Der Verkehr wurde schrittweise auf die neu gebauten Bauprovisorien umgelegt. Der Verkehr auf der Kreistraße und der Bundesstraße wird zu jeder Zeit aufrecht erhalten und über neu gebaute Provisorien an der Baustelle vorbeigeführt. Auf der Autobahn gibt es zeitweise Einschränkungen der Fahrbahnbreiten. Beim Einheben der Fertigteile für die neuen Brücken und beim Abbruch der alten Brücken gibt es einzelne - überwiegend nächtliche - Voll- und Teilsperrungen am Wochenende. Diese Sperrungen werden gesondert angekündigt.

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Auf der Autobahn A 99 stehen während der Bauarbeiten alle 3 Fahrspuren in jeder Richtung zur Verfügung. Die Seitenstreifenfreigabe wird auch während der Bauzeit weitgehend zur Verfügung stehen.

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