A8 München - Salzburg

Umfangreiche Brückenbauarbeiten



Lage im Netz

Die Autobahn A8 München - Salzburg, wurde in den Jahren 1934 bis 1939 erbaut und zählt damit zu den ältesten Autobahnen in Deutschland. Sie stellt die Hauptverbindung für den Urlaubsverkehr und auch für den Gütertransport über die Alpen und nach Süd-Ost-Europa dar. Sie beginnt im Stadtgebiet von München und endet am deutsch-österreichischen Grenzübergang bei Bad Reichenhall.

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Verkehr

Der durchschnittliche tägliche Verkehr (DTV) auf der Bundesautobahn A 8 beträgt im Abschnitt München bis Rosenheim bis zu 114.000 Fahrzeuge am Tag (Kfz/24 h). Zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Traunstein/Siegsdorf weist die A 8 eine Verkehrsbelastung von bis zu 50.000 Kfz/24 h und im Folgeabschnitt bis zur Bundesgrenze von bis zu 48.000,00 Kfz/24 h auf. An Spitzentagen ist die Verkehrsbelastung noch wesentlich höher.

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Planung

Der Streckenabschnitt von Rosenheim bis zur Bundesgrenze befindet sich noch weitgehend im ursprünglichen Zustand aus den 1930er Jahren. Der vorhandene Straßenquerschnitt ist mit 17 m Breite für insgesamt vier Fahrstreifen sehr schmal. Standstreifen sind in weiten Teilen nicht vorhanden. Die A 8 muss wegen der überalterten Substanz der Fahrbahnen und Bauwerke, ungenügender Trassierung und fehlender Standstreifen dringend erneuert und ausgebaut werden. Im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist der sechsstreifige Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und Bernau in der höchsten Priorität, im so genannten „Vordringlichen Bedarf“ enthalten. Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bernau und der Anschlussstelle Felden ist als „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft.

Der Abschnitt von der Anschlussstelle Grabenstätt bis zur Bundesgrenze ist im Bedarfsplan als „Weiterer Bedarf“ gekennzeichnet, jedoch wurde auch für diesen Abschnitt auf Grund des schlechten Zustandes zwischenzeitlich der Planungsauftrag für den sechsstreifigen Ausbau durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erteilt.


In einem umfangreichen Planungsdialog, bei dem alle betroffenen Landkreise Gemeinden sowie Bürgerinitiativen, Bund Naturschutz, Bauernverband sowie die Wirtschaftsverbände regelmäßig an einen Tisch gekommen sind, wurden optimierte Planungslösungen entwickelt.

Ausführliche Informationen zum Planungsdialog finden Sie auf den folgenden Seiten im Internet:
http://www.abdsb.bayern.de/projekte/a8o_projektinfo.php

Unter Berücksichtigung dieser Diskussionsergebnisse wird jetzt der sechsstreifige Ausbau der A 8 detailliert geplant. Aufgrund der noch ausstehenden Genehmigungs- und Baurechtsverfahren ist mit einem kurzfristigen Baubeginn nicht zu rechnen.

Da sich der Zustand der zum Teil über 75 Jahre alten Brücken im Zuge der A 8 München - Salzburg erheblich verschlechtert hat, müssen zwingende Sanierungsarbeiten noch vor dem geplanten sechsstreifigen Ausbau insbesondere im Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und der Landesgrenze durchgeführt werden. Im letzten Jahrzehnt wurde auf Instandsetzungsmaßnahmen an den Bauwerken u. a. aus wirtschaftlichen Gründen im Hinblick auf den geplanten sechsstreifigen Ausbau verzichtet.

Wegen massivster Bauwerksschäden kann allerdings nun auf sofortige Maßnahmen nicht länger verzichtet werden, damit die Befahrbarkeit der Autobahn auch weiterhin gewährleistet bleibt und die Zeitdauer bis zum Abschluss des Gesamtausbaus der A 8 überbrückt werden kann. Mit den erforderlichen Sofortmaßnahmen wurde 2011 begonnen.

Das weitere Verfahren für den sechsstreifigen Ausbau der A 8 Ost München - Salzburg wird durch die Sanierungsmaßnahmen nicht beeinflusst.

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Provisorische Erneuerung der Brücke über die Pidiger Ache

Die Brücke über die Pidinger Ache muss erneuert werden. Wegen der beengten Platzverhältnisse wurden die alten Brückenhälften etwa 5 Meter nach außen verschoben, um Platz für das Einheben von Fertigteilen für die neue Brücke zu bekommen. Um den Verkehr auch während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, wird in einem ausgeklügelten Konzept mit 14 Bauphasen die neue Brücke durch das Einheben von Fertigteilen schrittweise neu errichtet.




Erneuerung der Brücke an der Anschlussstelle Piding

Ab 2017 wird die Brücke an der Anschlussstelle Piding durch einen Ersatzneubau ersetzt. Um auch während der Bauzeit den Verkehr auf der Bundesstraße B 20 aufrechterhalten zu können, wird östlich der bestehenden alten Brücke die neue Brücke gebaut. Anschließend wird der Verkehr auf die neue Brücke umgelegt und die alte Brücke abgerissen.
Gleichzeitig mit dem Brückenneubau werden auch die Rampen der Anschlussstelle so verbreitert, dass die bisher auftretenden Stauungen an der Anschlussstelle reduziert werden.


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Erneuerung der Brücke am Autobahndreieck Inntal

Die Brücke am Autobahndreieck Inntal wird durch einen Neubau ersetzt. Um auch während der Bauzeit den Verkehr der A 93, der von Kiefersfelden kommend in Richtung München die A 8 überqueren muss aufrecht zu erhalten wurde westlich der alten Brücken eine Behelfsbrücke errichtet.


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