A9 München - Nürnberg

Sanierung des offenporigen Asphalts zwischen den Autobahnkreuzen Neufahrn und München-Nord


Der letzte noch fehlende Abschnitt 7 wurde erfolgreich abgeschlossen.





Aktuelles



Nachdem im letzten Jahr die Abschnitte 2, 3, 4 erfolgreich saniert wurden, werden 2014 die Abschnitte 5, 6 und 7 erneuert.
Die Abschnitte 5 und 6 wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.
Der noch ausstehende Abschnitt 7 wurde am Wochenende 30./31. August erneuert. Neben der Fahrbahnerneuerung wurde auch ein Verflechtungsstreifen vor dem Autobahnkreuz Neufahrn in Fahrtrichtung Nürnberg angelegt, damit der Verkehr dort besser abfließen kann.

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Verkehrsführung, Sperrungen und Umleitungen



Im Baustellenbereich stehen weniger Fahrspuren zur Verfügung. In Fahrtrichtung München wird die Anzahl der Fahrspuren auf 2 und in Fahrtrichtung Nürnberg auf 3 reduziert. Die Mitteltrennung zum Gegenverkehr erfolgt aus Zeitgründen durch Leitbaken. Der Aufbau und Abbau einer Mitteltrennung durch Beton- oder Stahlschutzwände wäre an einem Wochenende nicht zu leisten.
Die Anschlussstellen Garching-Nord und Eching werden teilweise gesperrt.
Die Umleitungen erfolgt über Garching-Süd bzw. Eching-Ost

Anschlussstelle Garching-Nord: Sperre der Einfahrt in Fahrtrichtung Nürnberg. Offen bleiben die Ein - und Ausfahrt in Fahrtrichtung München und die Ausfahrt in Fahrtrichtung Nürnberg.
Anschlussstelle Eching: Sperre der Ein- und Ausfahrten in Fahrtrichtung Nürnberg und der Einfahrt in Fahrtrichtung München. Offen bleibt die Ausfahrt in Fahrtrichtung München.

Bitte folgen Sie den Hinweisen der aufgestellten elektronischen Hinweisschilder. Für die Baumaßnahme wurde eine verkehrsabhängige Steuerung aufgebaut, die bei Verkehrsstockungen im Baustellenbereich rechtzeitig eine schnellere Umleitungsempfehlung über das Autobahndreieck Feldmoching anzeigt.
Die aktuellen Umleitungsempfehlungen werden zwar an dynamische Navigationsgeräte weiter gegeben, die Zeitdauer, bis die Navigationssgeräte auf die aktuelle Verkehrssituation reagieren ist aber langsamer, als die Anzeige über die aufgestellten Anzeigetafeln.




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Gründe für Fahrbahnerneuerung


Der Fahrbahnbelag zwischen den Autobahnkreuzen Neufahrn und München-Nord ist so stark geschädigt, dass er dringend erneuert werden muss. Um die Autobahn sicher bis zur jetzt anstehenden Erneuerung befahren zu können, wurden seit Februar mehrmals in erheblichen Umfang Notflickarbeiten durchgeführt. Ohne eine Erneuerung der Fahrbahn wäre eine sichere Befahrbarkeit der Autobahn über den nächsten Winter nicht mehr aufrecht zu erhalten.



Bilder von Fahrbahnschäden im Bereich der A 9 zwischen den Autobahnkreuzen Neufahrn und München-Nord


Hintergrund: Beim Ausbau der A 9 im Jahr 2005 wurde zum Schutz der Anlieger ein zweischichtiger offenporiger Asphalt eingebaut. Die gute Lärmschutzwirkung beruht auf einem sehr hohen Hohlraumgehalt. Der Nachteil dieser Bauweise ist wegen dieses hohen Hohlraumgehalts naturgemäß eine geringere Lebensdauer als bei einem gewöhnlichen Asphalt. Auch zukünftig wird aber wieder ein offenporiger Asphalt eingebaut. Der Planfeststellungsbeschluss für den damaligen Ausbau der A 9 schreibt den Einbau eines lärmmindernden Fahrbahnbelags mit der verbindlichen Einhaltung von Lärmgrenzwerten vor. Diese Lärmwerte können nur durch den Einbau eines offenporigen Asphalts - zum Preis einer geringeren Lebensdauer - erreicht werden. Die Alternative wäre der Bau eines Tunnels zu erheblich höheren Bau- und Unterhaltungskosten gewesen. Auf Basis von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen wurde daher der Einbau eines offenporigen Asphalts gewählt.


Die Sanierung des offenporigen Asphalts zwischen dem Autobahnkreuz Neufahrn und dem Autobahnkreuz München-Nord wurde in einzelne Abschnitte aufgeteilt. Die Arbeiten finden ausschließlich an Wochenenden statt, da in dieser Zeit die Verkehrsbelastung am geringsten ist und kaum Berufspendler die Strecke befahren. Während der Woche ist die Baustelle komplett geräumt und die Autobahn ist ungehindert befahrbar. Wegen der geöffneten Mittelstreifenüberfahrten wird die Geschwindigkeit aber aus Sicherheitsgründen begrenzt.



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Verkehr

Die A 9 ist die wichtigste Nord-Südverbindung in Bayern. Die Verkehrsbelastung ist im Bereich von Garching mit durchschnittlich knapp 150.000 Fahrzeugen am Tag und mit bis zu über 200.000 Fahrzeugen am Tag in der Spitze außerordentlich hoch. Diese hohe Verkehrsbelastung und die hohe Bedeutung der A 9 standen bei der Planung und Konzeption der Fahrbahnerneuerung im Mittelpunkt aller Überlegungen.




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Organisation und Konzeption der Baustelle

Wegen der außerordentlich hohen Verkehrsbelastung schied von vornherein eine Baustelle während des Berufsverkehrs unter der Woche aus. Dies hätte einen großräumigen Kollaps des Verkehrs im Norden von München verursacht. Es wurde daher entschieden, die Baustelle in einzelne Bauabschnitte aufzuteilen, die jeweils an einem Wochenende soweit abgeschlossen werden können, dass Montag in der Früh der Berufsverkehr wieder ungestört über die A 9 rollen kann. In einem Probeabschnitt wurde getestet, welche Arbeitsleistung an einem Wochenden überhaupt erreichbar ist. Die Ergebnisse dieses Testlaufs sind in die Planungen für die Arbeiten eingeflossen. Für einen Abschnitt werden in der Regel jeweils 2 Wochenenden benötigt. Am ersten Wochenende wird zunächst am Freitag nach Ende des Berufsverkehrs ca. bis gegen 22:30 Uhr die Verkehrsführung durch die Autobahnmeisterei München-Nord aufgebaut. Etwa ab Mitternacht wird die alte Fahrbahn mit mehreren Großfräsen gleichzeitig abgefräst und von LKW's abgefahren. Mit einem zeitlichen Versatz folgt der Einbau der Binderschicht durch zwei Asphaltfertiger. Nach der Reinigung der Fahrbahn und dem Markieren der Fahrbahn wird die Verkehrsführung wieder abgebaut, so dass spätstens am Montag zum Berufsverkehr der Verkehr wieder rollen kann. Am darauf folgenden Wochenende wird am Freitag wieder nach Ende des Berufsverkehrs die Verkehrssicherug aufgebaut. Anschließend wird der offenporige Asphalt eingebaut. Danach wieder Reinigung und Markierung der Fahrbahn und Rückbau der Verkehrsführung, bevor am Montag früh bis 5:30 Uhr der Verkehr wieder ungestört über die A 9 fließen kann. Einige kürzere Abschnitte können auch in einem Wochenende abgeschlossen werden
Insgesamt wurden die Arbeiten in sieben Abschnitte aufgeteilt. Drei dieser Abschnitte wurden im Jahr 2013, die Erneuerung der vier weiteren Abschnitte erfolgt im Jahr 2014.



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Maßnahmen zur Reduzierung der Verkehrsstörungen


Die Autobahndirektion Südbayern hat bei der Planung der notwendigen und unaufschiebbaren Fahrbahnerneuerung folgende Maßnahmen vorgesehen, um die Beeinträchtigungen für den Autofahrer so gering wie möglich zu halten:

  • Konzentration der Arbeiten auf verkehrsärmere Wochenenden
  • Maximale Beschleunigung der Arbeiten bis zur Grenze des technisch und logistisch Machbaren
  • Rund-um-die-Uhr-Betrieb
  • Aufbau einer mobilen Telematiksteuerung, die dem Autofahrer rechtzeitig eine geeignete Umleitungsempfehlung über das Autobahndreieck Feldmoching empfiehlt




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Bauzeit

Die Baumaßnahme wurde in sieben Bauabschnitte aufgeteilt. Eine davon wurde im Jahr 2012 durchgeführt und drei Bauabschnitte wurden in 2013 durchgeführt.

Im Jahr 2014 wurden an folgende Wochenenden gearbeitet:


Abschnitt 5
Wochenende 17./18. Mai - abgeschlossen


Abschnitt 6
Wochenende 12./13. Juli - abgeschlossen
Reservewochenende 19./20. Juli - abgeschlossen


Abschnitt 7
Wochenende 30./31. August - abgeschlossen


Die Abschnitte 5 und 7 wurden an einem Wochenende komplett erneuert. Für die Erneuerung des Abschnittes 6 wurden wegen der längeren Strecke 2 Wochenenden benötigt.


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Gesamtkosten


Die Kosten für die Fahrbahnerneuerung betragen rund 22 Mio. €


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