A 96 Lindau - München

6-streifiger Ausbau der A96 zwischen Oberpfaffenhofen und Germering-Süd



Aktuelles: Mit dem Bau der längeren Lärmschutzgalerie bei Germering wurde Mitte 2017 begonnen. Seit Frühjahr 2018 ist auch der Bau der Galerie bei Gilching angelaufen. Auf der gesamten Länge läuft der Verkehr mit allen 4 Fahrspuren in einer Baustellenverkehrsführung auf der südlichen Fahrbahn. Zwischen den beiden Galerien wird die nördliche Fahrbahn verbreitert.




Lage und Verkehrsbedeutung


>

Die A 96 Lindau - München beginnt in Lindau am Bodensee und endet in München mit der Anschlussstelle (AS) München Sendling. Sie verbindet den Bodenseeraum und das Allgäu mit der Landeshauptstadt München und findet ihre Fortsetzung im Fernstraßennetz der Nachbarstaaten Österreich und Schweiz. Damit stellt sie eine wichtige Achse parallel zu den Alpen und für den alpenquerenden Verkehr dar. Die A 96 ist mit der A 7 und dem Autobahnring A 99 verknüpft. Regionale Bedeutung hat die A 96 für die Erschließung des westlich von München gelegenen Umlandes. Zudem kann von München aus das Naherholungsgebiet 5-Seen-Land über die A96 erreicht werden.
Das Teilstück der A 96 zwischen der AS Oberpfaffenhofen und der AS Germering-Süd wurde 1972, dem Jahr der Olympischen Spiele, fertig gestellt und dem Verkehr übergeben. Derzeit sind im Bestand durchgängig zwei Fahrspuren je Richtung mit Standstreifen und einer Gesamtfahrbahnbreite von je 12,0 m vorhanden.
Die jüngere Entwicklung, wie die durchgängige Fertigstellung der A 96 von Lindau bis München sowie die Anbindung der A 99 West am Autobahndreieck München-Süd-West (Verkehrsfreigabe 2006) und das anhaltende Wachstum des Münchner Umlandes führten in den zurückliegenden Jahren zu einer überdurchschnittlichen Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der A 96.
Beleg hierfür ist die aktuelle durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung auf diesem Streckenabschnitt von bis zu 78.300 Fahrzeugen (Straßenverkehrszählung 2015).
Die verkehrliche Situation erfordert zwingend den 6-streifigen Ausbau, zumal damit neben der Verkehrssicherheit auch die Verkehrsqualität nachhaltig verbessert wird.


Seitenanfang


Baumaßnahme

Der Ausbau der A 96 zwischen der AS Oberpfaffenhofen und AS Germering-Süd umfasst im Wesentlichen den Anbau eines zusätzlichen 3. Fahrstreifens je Fahrtrichtung auf einer Länge von 8,9 km. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich auf etwa 100 Mio. €. Während zwischen der AS Gilching und der AS Germering-Süd ein symmetrischer Ausbau vorgesehen ist, erfolgt der Anbau zwischen der AS Oberpfaffenhofen und der AS Gilching an der Südseite unter Abrückung der Trasse nach Süden. Der nördliche Fahrbahnrand wird dabei zugleich um bis zu 3,0 m nach Süden verschoben.
An der AS Gilching wird zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes eine Direktrampe von Süden auf die A 96 in Fahrtrichtung München ergänzt.
In den Bereichen Gilching und Germering werden die vorhandenen Lärmschutzanlagen ergänzt bzw. erweitert. Neben der abschnittsweisen Errichtung von Lärmschutzwänden, zum Teil auf bestehenden Erdwällen, sind im Bereich Gilching eine 520 m lange Galerie und im Bereich Germering eine 965 m lange Galerie, jeweils über der Fahrbahn in Fahrtrichtung Lindau, vorgesehen. Die Galerien sind auf der nördlichen Seite geschlossen und nach Süden hin auf der der Bebauung abgewandten Seite geöffnet. Auf den Galerien wird eine 1,0 m hohe Lärmschutzwand zur zusätzlichen Abschirmung des von der Fahrbahn Richtung München ausgehenden Verkehrslärms aufgesetzt. Zusätzlich werden in den ortsnahen Bereichen bei Gilching und Germering lärmmindernde Fahrbahnbeläge (OPA, -5 dB(A)) eingebaut.
Zusätzlich werden auch die beiden unmittelbar westlich von Germering gelegenen Parkplätze ausgebaut und mit WC-Anlagen versehen. Zukünftig stehen den Verkehrsteilnehmern hier insgesamt 37 LKW-, 6 Bus- und 60 PKW-Stellplätze zur Verfügung.


Seitenanfang


Baudurchführung und Verkehrsführung

Der Ausbau der A 96 erfolgt unter Aufrechterhaltung des Verkehrs. Es werden grundsätzlich 2 Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn zur Verfügung gestellt.
Bauablauf:
2017 - Baubeginn Galerie Germering

  • Ausbau der südlichen Fahrbahn (Fahrtrichtung München) bei Gilching
  • provisorische Verbreiterung der südlichen Fahrbahn zwischen Gilching und Germering

2018 - Baubeginn Galerie Gilching

  • Ausbau der nördlichen Fahrbahn (Fahrtrichtung Lindau)
  • Baubeginn Lärmschutzwände

2019 - Ausbau der südlichen Fahrbahn zwischen Gilching und Germering

  • Baubeginn der Galerieausstattung

2020 - Fertigstellung und Inbetriebnahme der Galerien Germering und Gilching

  • Streckenbau im Bereich der AS Oberpfaffenhofen und der AS Germering-Süd
  • Einbau der lärmmindernden Asphaltdeckschichten (OPA)



Seitenanfang

Lärmschutz

Mit dem Ausbau der A 96 erfolgt auch eine wesentliche Verbesserung des Lärmschutzes. Am Ortsrand von Gilching wird hierzu ein 520 m langes Galeriebauwerk errichtet. An der Ortslage von Germering entsteht eine Galerie mit einer Länge von insgesamt 965 m. Mit den Galeriebauwerken wird für die unmittelbar an die Autobahn angrenzende Bebauung in Gilching und Germering ein optimaler Lärmschutz geschaffen. Zusätzlich werden auf einer Länge von insgesamt gut vier Kilometern Lärmschutzwände und -wälle mit einer Höhe von bis zu 14 m über der Fahrbahnkante hergestellt. Des Weiteren wird auf über 60 % der Ausbaulänge - außerhalb der Galeriebauwerke - ein offenporiger Asphaltbelag, sog. OPA, mit einer lärmmindernden Wirkung von 5 dB(A) eingebaut.





Seitenanfang