A 96 München - Lindau

Ersatzneubau der Autobahnbrücke an der Anschlussstelle Gräfelfing


Aktuelles:
Die 24 Betonfertigteile für die neue Brücke wurden erfolgreich am Wochenende 19./20. März eingehoben.



Aktuelles


Die Betonfertigteile für die neue Brücke wurden erfolgreich in der Zeit von Freitag, den 18. März bis Samstag, den 19. März abends eingehoben. Insgesamt wurden 24 Betonfertigteile mit einem Gewicht von 28 bis 38 Tonnen je Fertigteil eingehoben. Um die Autobahn zu keinem Zeitpunkt vollständig sperren zu müssen, wurden die Verkehrsführungen 13 mal umgebaut. Die nächsten Schritte sind jetzt das Aufbringen der Ortbetonplatte, die Erstellung der Kappen, der Abdichtung, des Fahrbahnbelags und der Geländer. Die Arbeiten werden bis zum Herbst abgeschlossen.



Die Arbeiten für den Brückenneubau erstrecken sich über zwei Jahre und werden bis Herbst 2016 abgeschlossen.




Aktuelles Bild der Autobahnbrücke




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Bilder vom Einheben der Betonfertigteile


Bilder vom Einheben der beiden Behelfsbrücken


Lage der Autobahn


Die ersten Abschnitte der A 96 im Stadtgebiet von München wurden vor der Olympiade 1972 fertig gestellt. Die Autobahn wurde dann schrittweise weiter gebaut. Seit dem Lückenschluss im Jahre 2009 ist die A 96 zwischen München und Lindau durchgehend befahrbar. Die A 96 ist die wichtigste Verbindung von Bayern in die Schweiz und darüber hinaus in den Wirtschaftsraum Mailand.
Die Staatsstraße 2063 führt von Penzberg über Tutzing, Starnberg, Gräfelfing nach Dachau.




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Verkehr


Die Verkehrsbelastung steigt von rund 25.000 Fahrzeugen am Tag am Grenzübergang Lindau auf den Höchstwert mit rund 94.000 Fahrzeugen am Tag zwischen Gräfelfing und München-Blumenau und damit im Bereich der Brücke Gräfelfing an. Bis zum Autobahnende bei München-Sendling sinkt die Belastung wieder auf rund 76.000 Fahrzeuge ab.

Die Verkehrsbelastung auf der über die Autobahn führende Staatssstraße 2063 hat liegt bei rund 15.000 Fahrzeugen am Tag. Nach der Anschlussstelle in Richtung München sinkt der Verkehr leicht auf etwa 13.700 Fahrzeuge am Tag ab.

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Gründe für Brückenneubau


Eine Instandsetzung der über 40 Jahre alten Autobahnbrücke ist nicht mehr wirtschaftlich, so dass es notwendig ist die alte Brücke abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.

Zum Hintergrund: Autobahnbrücken werden regelmäßig durch Fachleute kontrolliert, so dass die Autobahndirektion Südbayern jederzeit genaue Kenntnis über den Zustand der einzelnen Bauwerke hat. Nach etwa 40 Jahren Lebensdauer sind die Bauwerke so stark abgenutzt, dass eine Generalinstandsetzung erforderlich wird. Bevor diese Generalinstandesetzung durchgeführt wird, wird aber durchgerechnet, ob diese bei dem konkreten Bauwerk überhaupt wirtschaftlich ist. Bei der Brücke Gräfelfing haben die Berechnungen ergeben, dass eine Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich ist und daher ein Abriß der alten Brücke und ein Neubau die bessere und wirtschaftlichere Lösung ist.

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Baumaßnahme


Von Frühjahr 2015 bis Herbst 2016 erfolgt die Erneuerung der Brücke an der Anschlussstelle Gräfelfing.

Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs an der Anschlussstelle werden zwei Behelfsbrücken gebaut. Eine Brücke - westlich der bestehenden Staatsstraße - für den motorisierten Verkehr und eine weitere - östlich der bestehenden Staatsstraße für Fußgänger und Radfahrer. Diese aufwändige Lösung wurde gewählt, um den zahlreichen Fußgänger und Radfahrern ein gefährliches Queren der Staatsstraße zu ersparen. Vor allem Fußgänger und Radfahrer aus der Heitmeiersiedlung können über die Behelfsbrücke sicher die Autobahn überqueren. Der überörtliche Radverkehr fährt nicht über die Staatsstraße, sondern über eine westliche gelegene Alternativroute. Hier wird der Radfahrer abseits des Hauptstraßennetzes entlang der Würm geführt.

Auf der Autobahn stehen dem Verkehrsteilnehmer im Regelfall die vorhandenen drei Fahrspuren je Fahrtrichtung zur Verfügung. Lediglich während des Brückenabbruchs und des Einhebens der Behelfsbrücken und der Fertigteile wird es zu kurzzeitigen nächtlichen Einschränkungen der Anzahl an Fahrspuren und Sperrungen kommen, über die wir rechtzeitig informieren werden.




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Verkehrsführung

In der ersten Bauphase ist auf der Staatsstraße 2063 in Fahrtrichtung Süden von Anfang Mai bis Anfang August eine Fahrspur gesperrt.

Neue Brücke


Die neue Brücke orientiert sich wegen der sehr beengten örtlichen Verhältnisse an der vorhandenen Brücke. In Abstimmung mit dem zuständigen staatlichen Bauamt Freising und der Gemeinde Gräfelfing wurden die Breiten auf der Brücke neu aufgeteilt, damit ein richtlinienkonformer kombinierter Geh- und Radweg mit einer Gesamtbreite einschließlich Geländer und markiertem Sicherheitsraum von 3,25 m untergebracht werden konnte (Siehe Darstellung des Querschnitts). Die Kosten für Abbruch und Neubau der Brücke betragen rund 4,5 Millionen Euro.




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